"It's all love - or a calling for love!"

 
 
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So viel ist in den vergangenen Monaten passiert. Und das in einer Form, mit der wohl kaum jemand von uns gerechnet hatte. Es mag sich an der Oberfläche so anfühlen, als befänden wir uns auf dem Weg „back to normal“, doch ich bin überzeugt, dass der Schein trügt. Das Normal von gestern gibt es nicht mehr. Der Wandel ist spürbar, doch noch nicht fassbar und es erfordert viel Gelassenheit und Vertrauen, das alles (und damit meine ich konkret alles!), was geschieht, genauso richtig ist, wie es ist.  

Warum ich da so sicher bin? Weil es sonst anders wäre...

Die unfassbare Komplexität der Welt, in der wir leben, sie ist mir selten so gewahr gewesen wie gerade. Ich habe anfangs versucht, eine Unmenge von Informationen mit dem Verstand zu begreifen, die Lage zu erspüren und die Dinge irgendwie einzuordnen. Ich habe mich bemüht, von der persönlichen über die kollektive bis hin zur Metaebene verschiedene Blickwinkel einzunehmen. Was habe ich gefunden?

Ich versuche, es mit einem Bild zu erklären und hoffe, dass es so verständlich ist. Da gibt es diejenigen, die nach außen hin eine weiße Weste tragen und diejenigen, die eine schwarze tragen. Darunter jedoch tragen sie beide die jeweils andere Farbe. Felder der Angst werden von vielen aktuell auftretenden Gruppierungen initiiert und aufrechterhalten. Mal erkennt man sie auf den ersten Blick, manchmal erst bei genauerem Hinsehen.


Nichts ist voneinander getrennt.

Manipulation hat viele Gesichter.
Wir sind alle aus dem gleichen Holz gemacht.

Für diejenigen, die mit der esoterischen Lehre vertraut sind (und damit meine ich die ursprüngliche Lehre, nicht das, was man aus zum Teil kommerziellen Gründen daraus gemacht hat), möchte ich in Erinnerung bringen, dass „alles oben wie unten, innen wie außen und wie im Großen, so im Kleinen ist“. Ich erkenne, dass alles in mir ist – und das sowohl im kreativen, also dem Leben zugewandten, als auch im zerstörerischen Sinne. Somit kann ich Verantwortung übernehmen, im Großen wie im Kleinen.

So viel zu dem, was gerade ist. Doch nun mal „Butter bei die Fische“ - was wollen wir wirklich? Wo soll es hingehen?

Ich frage dich diese Frage auf die einfachste, simpelste, essenziellste und pragmatischste Art und Weise. Bevor du gleich weiterliest, wende deinen Blick vielleicht kurz ab und schau, welche (zur Erinnerung: einfachste, simpelste, essenziellste und pragmatischste Antwort…) DU für DICH darauf hast.
ALSO – KURZE PAUSE 😊

Das, was ich wirklich will, das ist glücklich zu sein! Glücklich sein im einfachsten aller Sinne! Dazu zählen eine saubere, intakte Umwelt und eine Natur, in der jedes Lebewesen einen Platz hat. Mich macht es glücklich, wenn ich schöne Landschaften sehe, eine gesunde Tier- und Pflanzenwelt um mich habe. Ihr Glück ist mein Glück. Ich bin glücklich, wenn ich einen Platz in der Gemeinschaft von Menschen habe, die ich schätze und die mich schätzen. Ich bin glücklich über gutes und gesundes Essen, frische Luft und über ein schönes, behütetes Zuhause. Ich bin glücklich, wenn andere glücklich sind. Das ist alles, was ich als Mensch wirklich brauche. Alles weitere darf sein, muss es aber nicht. So einfach ist das.

Einfach.Sein ist für mich kein Gequatsche, keine Werbeaussage und es sind auch keine pseudo-spirituellen Schlag-Wörter. Einfach.Sein ist kraftvoll, natürlich und unverfälscht.

 

Doch da gibt es noch etwas, da ist dieses tiefe Sehnen nach etwas, was nicht mit meiner Welten-Seele, nichts mit dem gerade Beschriebenen, nichts mit dem Glücklichsein als Mensch zu tun hat. Ich spüre dieses Sehnen schon lange, ich habe in meinem Buch „Aufbruch nach Anderswo – ein Reiseführer in deine Wahrheit“ ausführlich davon geschrieben. Damals ahnend, aber noch nicht wirklich wissend, dass ich auf meiner Suche nichts aktiv tun kann, außer diesem Sehnen Raum zu geben. Passiv, weiblich, empfangend.

Dieses Sehnen trägt eine Botschaft, die aktuell nicht von mir allein, sondern von vielen gehört wird. Sie lautet, dass es nun an der Zeit sei, das alte Spiel auf der Erde zu beenden. Es geht darum, Abschied von den vertrauten Dingen und Lebenssituationen zu nehmen. Wir sind auf der Rückreise, wir begeben uns zurück ins All-Eins-Sein. Dorthin, wo alles begann und wo es dennoch kein Anfang und kein Ende gibt. Zeitweise ist dieser Abschied zäh, denn das Alte hat uns sichtbar an vielen Stellen noch in seinen Fängen. Es pocht darauf, dass wir weiterhin in Konkurrenzgehabe, Bewertungen und Urteilen verharren. Es will, dass das Gute gegen das Böse ins Feld zieht und umgekehrt. Unsere innere Weisheit jedoch ist nun wahrhaftig und endgültig dabei, diese Täuschung zu entlarven und ungeschminkt ins Bewusstsein zu bringen. Eigentlich wissen wir es schon lange, aus der Geschichte und intuitiv: das mit den Kämpfen innerhalb der Polarität hat noch nie funktioniert, denn seit jeher bedingt das eine das andere. Und genau dieses „eigentlich“ ist es, was nun enttarnt wird. Ich wünsche uns allen auf dieser Reise Mut, Vertrauen und eine gute Gemeinschaft, in der wir uns konstruktiv und wertschätzend austauschen können.


 Foto @birgitweck

 
Carina Braak