Adios 2019!

 
 
Ruhe in bewegten Zeiten...Sechs Tage Stille und Rückzug auf Mallorca. Das neue Retreat-Angebot für 2020

Ruhe in bewegten Zeiten...Sechs Tage Stille und Rückzug auf Mallorca. Das neue Retreat-Angebot für 2020

Es ist mal wieder soweit, ein Jahr geht dem Ende zu. In den letzten Monaten hörte ich auffallend oft und aus den verschiedensten Ecken das Folgende:
„Oh, bin ich froh, wenn 2019 vorbei ist. Dieses Jahr war so anstrengend wie lange keines davor.“

Nun, solche Aussagen gibt es bestimmt alle Jahre wieder. Tatsächlich hat es sich aber auch für mich in 2019, besonders in den letzten Monaten, so dargestellt. Irgendwie war es anstrengender als sonst.

Ich weiß nicht, ob du ähnliches erlebst. Frauen in meinem Umfeld erzählen mir, dass sie vor Entscheidungen stehen oder inmitten einer Veränderung, was ja zunächst erst einmal nichts Außergewöhnliches oder gar Dramatisches ist. Aber zurzeit es ist irgendwie anders als sonst. Die Phase des Nichtwissens, das Warten darauf, den nächsten Schritt zu erkennen, alles zieht sich wie Kaugummi. Alte Pfade haben sich endgültig geschlossen, neue sind noch nicht in Sicht. Ob es um Beziehungen geht, berufliche (Neu-) Orientierung, die Jobsuche, die sich zum ersten Mal zum Problem entwickelt, ein anstehender Wohnortwechsel, bei dem der neue Ort aber nicht klar ist, besondere Belange der Kinder oder anderer naher Familienmitglieder - von allem ist etwas dabei, überall ist etwas in Bewegung und das zumeist in unbekannte Richtung. Die alten Navigatoren haben ausgedient und man (Frau) treibt so vor sich hin.

Ebenfalls auffallend: So viele Single-Frauen wie zurzeit habe ich noch nie um mich gehabt. Tolle, mutige und intelligente Frauen verschiedenen Alters, die gern in Beziehung wären. Einige unerwartete Trennungen sind passiert, in der einer oder beide nicht mehr bereit waren, in Unzufriedenheit zu verharren und bei denen die einst einvernehmlich eingegangene „Deals“ nun endgültig beendet wurden. Und auch hier: Altes hat ausgedient, Neues ist bei vielen nicht in Sicht.

Eine Zeit wie diese, in der wir uns so offensichtlich nicht nur persönlich, sondern auch kollektiv im Umbruch befinden, löst Unsicherheiten aus. Da gibt es die Astrologen, die uns die Situation aus dieser Warte erklären wollen und helfen möchten. Doch nicht nur das. Botschaften werden gechannelt, Karten gelegt, Schamanische Reisen angetreten oder im großen Stil meditiert – was auch immer, der Bedarf (oder das Bedürfnis) ist gerade groß. Auf dem Markplatz der spirituellen Angebote ist für jeden etwas dabei und die Anbieter sind zu Hochtouren aufgelaufen.

Ich kenne das nur zu gut, dieses Suchen im Außen. Suche nach Erklärungen, nach Wegweisern oder Konzepten, ungewöhnliche Zeiten bestmöglich zu überstehen. Heute jedoch mache ich es anders, ich verlege meine Suche nach innen. Je stärker der Sturm tobt, desto mehr gehe ich in den Rückzug und bleibe für mich. Ich suche nicht nach Erklärungen, ich frage niemanden, ich höre einfach nur noch zu. Ich höre mir zu. Mit der Welle gehen, ohne Widerstand und ohne unter zu gehen. Aufmerksam bleiben, ohne angespannt zu sein. Nicht immer so leicht. Ohne, dass ich mich täglich daran erinnere, auf was ich zu achten habe, funktioniert es nicht.

Ich bin kein besonders disziplinierter Mensch und gute Vorsätze verpuffen bei mir schnell. Doch gerade spüre ich so sehr, wie wichtig es ist, jeden Tag Ruhe zu finden und der eigenen Stimme Gehör zu schenken. Mal bei einer Meditation, mal bei einem Spaziergang oder einfach nur beim „Löcher in die Luft schauen“. Es braucht jedes Mal etwas Geduld, bis das wichtigtuerische, oberflächliche Gequassel meines Egos leiser wird. Erst dann kann ich hören, worum es in der Tiefe geht. Dazu nehme ich mir momentan mindestens eine Stunde Zeit pro Tag, manchmal mehr. Stille wird hierbei zu meiner Energiequelle. Alleinsein ermöglicht es mir, unbeeinflusst von fremden Stimmen neue Räume zu betreten.

Wenn ich müde bin (und das ist gerade mehr der Fall als sonst), dann nehme ich keine extra Vitamin-Pillen, trinke keinen extra Kaffee, sondern ich schlafe einfach extra lang. Ich lasse mich nicht in Gespräche verwickeln, in denen es um all die Katastrophen auf unserer Erde geht. Das heißt nicht, dass ich mich darüber nicht informiere, das mach ich sogar ganz bestimmt. Doch anstatt in destruktiven Gesprächen meine Energie zu lassen, tue ich das, was ich tun kann, um diesen Planeten liebevoll zu unterstützen. Mehr ist es nicht und doch ist es genug.

Soweit zu mir.

Nun habe ich mich natürlich gefragt, mit was ich den Frauen, die zu mir auf ein Retreat kommen möchten, in diesen bewegten Zeiten am besten dienen kann. Ich glaube, es ist der Rückzug. Ein behüteter Raum, um nach innen zu hören, zu spüren und zu fühlen. Und ohne, dass ich danach gesucht hätte, kam es, dass ich einen Ein-Fall hatte. Und der sieht so aus: Ich habe eine Alternative für mein begleitetes Retreat ins Programm genommen. Sechs Tage Nichtstun. Kein Coaching, keine Beratung, keine Behandlungen, kein Programm (es sei denn, du möchtest es spontan). Alles darf sein, wie es ist. Nichts wollen, keine Ziele, keine Vorgaben. Keine Antworten finden müssen, keine Pläne schmieden, keine Visionen entwickeln. Frische Luft, ausreichend Schlaf, Meeresrauschen, Blick in die Weite, gutes Essen und sonst - Einfach Nichts. Einfach Sein.

Für das Neue Jahr wünsche ich mir, dass es uns noch besser gelingen möge, uns auf das Wesentliche zu besinnen und dabei hauptsächlich einem zu folgen - der Freude!

Was wünschst du dir?

Foto @carina.braak

 
Heike Becker